Allgemeine Dermatologie
Die Dermatologie beschäftigt sich nicht nur mit der Oberfläche des Menschen. Hauterkrankungen sind oft ein Ausdruck der Störung des Gesamtbefindens. Somit sind sowohl
andere Erkrankungen, Medikamenteneinnahmen, soziale Umstände als auch das psychische Befinden zu berücksichtigen. Eine Vielzahl (> 2000) von unterschiedlichsten
Erkrankungen sind zu diagnostizieren und zu behandeln (Die folgende Aufzählung ist nur beispielhaft):
-
Akute, lebensbedrohliche Erkrankungen (Z.B. allergischer Schock, Medikamenten-Nebenwirkungen, Hautablösungen, Infektionen)
-
Eigenständige Hauterkrankungen (z.B. Neurodermitis (atopisches Ekzem), Schuppenflechte (Psoriasis), Blasenbildende Erkrankungen,)
-
Hauterkrankungen als Ausdruck einer anderen (Grund-) Erkrankung (z.B. bei Autoimmunerkrankungen, Nieren- Leber- und Darmerkrankungen, Blutkrebs)
-
Mundschleimhauterkrankungen (Hefeinfektionen, Entzündungen, Unverträglichkeiten)
-
Hauttumore (Z.B. > 20 verschiedene Hautkrebsarten, verschiedenste gutartige Tumor wie (entzündete) Talgzysten, Fettgeschwülste (Lipome) und „Muttermale“)
-
Infektionen (Z.B. Wundrose (Erysipel), Gürtelrose (Zoster) Pilzerkrankung, Borreliose, Krätze (Scabies))
-
Sexuell übertragbare Erkrankungen ( HIV, Feigwarzen (Kondylome), Syphilis, Tripper (Gonorrhoe))
-
Kinderdermatologie (z.B. Neurodermitis, Allergien, angeborene Muttermale, Virusinfektionen)
-
Chronische Wunden bzw. Abklärung der zugrunde liegenden Störungen (Z.B.“ Offenes Bein“ (Ulcus cruris, venös, arteriell), Lymphgefäßerkrankungen, Wunden
bei z.B. chronischen Darmerkrankungen)
-
Berufliche Hauterkrankungen (z.B. drohender Arbeitsplatzverlust bei Handekzemen, beruflich erworbene Allergien)
-
Seltene Syndrome (z.B. Neurofibromatose, Gardener Syndrom (gutartige Hauttumore und Dickdarmkrebs- Neigung), Paraneoplasie (Hautveränderungen bei
anderen Krebserkrankungen), Mastozytose)
-
Toxische Schädigungen (Z.B. Verbrennungen, Sonnenbrand, Verätzungen (Chemikalien, Pflanzen wie Bärenklau))
-
Allergien / Unverträglichkeiten (Z.B. Urticaria („Nesselsucht“), Medikamente, Insekten, Nahrungsmittel, Pollen (sogenannte Soforttyp-Allergien), Duftstoffe, Nickel,
Farbstoffe (sogenannte Allergien vom Spättyp), Immunkomplex-Erkrankungen wie Gefäßentzündungen)
-
Haar-und Nagelerkrankungen (eigenständig oder als Ausdruck einer Grunderkrankung)
-
Haut als „Spiegel der Seele“: Psychosomatik (z.B. „Neurodermitis“, Juckreiz (Pruritus), Parästhesien (Missempfindungen) Verschlechterung anderer
Hauterkrankungen durch psychische Belastungsfaktoren)